DGEM 26062017

Berufliche Fortbildung in der Ernährungsmedizin für Pflege- und Assistenzpersonal 2018

Pflegende haben durch den engen und ständigen Kontakt zu den Patienten im stationären, aber auch ambulanten Bereich die Möglichkeit, Ernährungsproblematiken frühzeitig zu erkennen und individuell, unter Einbeziehung der Ressourcen des Patienten, pflegespezifischen Einfluss auf ein evidenzbasiertes Ernährungsmanagement zu nehmen. Die Herausforderungen für die Pflegefachkraft als Mitglied des multiprofessionellen Ernährungsteams sind vielfältig und reichen von der Erkennung eines möglichen Bedarfs bis hin zur Umsetzung der ärztlich verordneten Maßnahmen.

Für Ärzte und Medizinische Fachangestellte/Medizinisch technische Angestellte wurde bereits 2007 ein Fortbildungscurriculum der Ernährungsmedizin herausgegeben. Daher hat der DGEM Ausschuss Praxis und Fortbildung Ernährungsmedizin im Jahr 2016 ein Curriculum für Pflegekräfte entworfen. Damit soll für examinierte Pflegefachkräfte nun eine vergleichbare industrieunabhängige Ausbildungsgrundlage geschaffen werden, damit ernährungsmedizinisch qualifizierte Pflegende als unverzichtbares Mitglied im multiprofessionellen Team ihren Beitrag in eine qualitätsvolle Patientenversorgung einbringen können.

Das vorliegende Curriculum soll den Umfang der Lehrinhalte für Pflegende im Bereich Ernährungsmedizin sicherstellen und damit eine fachliche Grundlage für eine strukturierte Fort- bzw. Weiterbildung für den Pflegebereich schaffen. So wird die Stellung der Pflegekraft im interdisziplinären Ernährungsteam klarer und die Multiprofessionalität im Sinne einer effektiven, evidenzbasierten und ressourcengerechten Patientenversorgung im Bereich der Ernährungsmedizin gestärkt.

Ziel dieses Curriculums ist es, Pflegekräfte für ein sicheres, evidenzbasiertes Ernährungsmanagement im Krankenhaus und in der ambulanten Pflege als Pflegeexperten für orale, enterale und parenterale Ernährung zu qualifizieren.

Pflegekräfte können das Ernährungsmanagement, einschließlich Screening und ggf. Assessment des Ernährungszustandes im Rahmen ihres Fachbereichs so durchführen und dokumentieren, dass der Patient auf dieser Grundlage ernährungstherapeutisch behandelt werden und dadurch sein Ernährungszustand erhalten oder wenn nötig verbessert werden kann.

 

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